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Implied Odds in Texas Hold'em
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Wie wir gesehen haben, berechnet man Pot Odds, indem man den zu bringenden Einsatz in Relation zum Pot setzt. Oft kann man allerdings gut einschätzen, wie der Pot in naher Zukunft aussehen wird. Hierbei kommen Implied Odds ins Spiel. Schau dir mal dieses Beispiel an: Du hälst 5c-5s auf dem Button in einem 10-handed, $5/$10 Hold'Em Sppiel auf Party Poker. UTG raist auf $10. Fünf Spieler callen diesen Raise. Es befinden sich mit dem $2 SB und dem $5 BB also 57$ im Pot. Solltest du dieses Raise callen? Lass uns ein paar Annahmen treffen: a) Beide Blinds werden folden -- keiner wird dieses Raise callen. b) du musst dein Set auf dem Flop treffen (eine Fünf auf dem Board), um eine Chance zu haben, diese Hand zu gewinnen. c) Solltest du wirklich deine Fünf treffen, so wirst du viel Action bekommen. Meist Bettet der Preflop-Raiser am Flop direkt los, du kannst ihn also raisen.
Auf der Pokersavvy.com Odds Karte kannst du sehen, dass die Wahrscheinlichkeit, sein Set zu treffen, bei ca. 7.5 zu 1 liegt. Die Pot Odds in dieser Hand sind lediglich 5.7 zu 1 ($57 im Pot geteilt durch die $10, welche du callen müsstestl). Dennoch callen wir hier, da wir in dem Fall, dass wir unser Set machen, vermutlich sehr gut ausbezahlt werden. Diese Implied Odds kompensieren mehr als genug die wenigen fehlenden Pot Odds. Meist muss man die Implied Odds nicht genau ausrechnen. Mit anderen Worten: die genaue Mathematik interessiert uns hier nicht, da wir eh nur Annahmen treffen können. Das wichtige ist, dass in dieser Hand der Pre-Flop Aggressor am Flop als erstes handelt und wir als letztes dran sind. Wir können also mit unserem Raise die Spieler, die zwischen uns und dem Raiser sitzen und gecallt haben, dazu bringen, eine weitere Big Bet zu zahlen.
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