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-Team PokerSavvy

 

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Die Theorie vom Poker


Nach Sklansky solltest du ein einziges Ziel vor Augen haben, wenn du dich an einen Tisch setzt, egal ob Razz oder Hold'Em, low-limit oder low-limit: so wenig Fehler wie möglich machen und die Gegner zu möglichst vielen schwachen Entscheidungen zwingen. Möglicherweise, auch wenn du noch nie über das Kartenspielen auf diese Weise nachgedacht hast, hast du schon oft nach dieser Logik gespielt. Du hast gebluffed um eine bessere Hand zum Folden zu bringen du hast slow gespielt um so viel wie möglich von einem Gegner zu bekommen. Aber ausserhalb dieser offensichtlichen Situationen, wie identifizierst du einen Fehler?

In The Theory of PokerSklansky identifiziert das fundamentale Theorem des Poker, welches (sinngemäß) lautet: Du hast dann einen Fehler gemacht, wenn du anders gespielt hättest, als du hast, wenn du die Karten deines Gegners gesehen hättest. Das gilt natürlich ebenso für deine Gegner.

Wirkt einfach? Ist es nicht. Um Fehler zu vermeiden und andere zu forcieren welche zu machen, brauchst du ein solides Verständnis von Odds, Spiel Theorie, Psychologie und den Listen, die du und deine Gegner vielleicht nutzen. The Theory of Pokerberührt all diese Themen und zeigt wie sie am fundamentalen Theorem ansetzen.

Es ist ein wichtiges Buch, eines, dass von jedem gelesen werden sollte, der sein Spiel verbessern möchten. Damit soll nicht gesagt werden, dass die The Theory of Poker einfach oder ohne erhebliche Probleme ist.

Viel Material in The Theory of Poker ist verstrickt. Die ersten Kapitel über Odds (Pot Odds, effektive Odds, implizierte Odds und revers implizierte Odds) übermitteln Informationen zum Qualitätsspiel, aber zu viele Konzepte sind in zu wenig Sätze verpackt, mit nicht annähernd ausreichenden Beispielen. Mir bleibt nur zu hoffen, dass Sklansky in künftigen Editionen des Buchs diese Kapitel erweitert und ein Paar Übungen für Leute (wie mich), die schon Probleme haben eine Restaurantrechnung auseinander zu rechnen, hinzufügt.

Die Kapitel über semi-bluffing sind die besten im gesamten Buch. Sklansky scheint eine Leidenschaft für den semi-bluff zu haben (warum auch nicht?) und die Details, die er uns über den Nutzen und die Effektivität des semi-bluffs gibt, bringt uns dazu auf den Draw zu betten. Die Sektionen über Raisen, Slowplay, Check-Raise und Bluff sind ebenfalls nützlich.

Spätere Kapitel über Spiel Theorie und Psychologie sind zu kurz um sehr nützlich zu sein. Er streift sehr interresante Konzepte, aber es gibt nicht genug solide Informationen, die du auf ein Live Game übertragen kannst. Diese Kapitel sind es immernoch wert gelesen zu werden und vermitteln gute Ansatzpunkte für weitere Studien.

Die Beispiele in The Theory of Pokersind aus allen Arten des Spiels zusammengestellt -- 7 stud, razz, hold'em, limit, no-limit, Turnierspiel, etc.. Aber das Buch im allgemeinen und die Theorien können am besten auf das Limit Spiel übertragen werden. Das fundamentale Theorem sagt, dass "jedesmal" wenn du anders gespielt hättest, wenn du die Karten deines Gegners kennen würdest, dein Gegner davon profitiert und genau so auch anders herum. Fast nie diskutiert Sklansky über das Gewicht der Fehler. Bei Pot- und No-Limit games macht nicht die Anzahl, sondern die größe deiner Fehler deine Profitabilität aus.

Leider ist die Qualität des Textes in The Theory of Poker eher schlecht. Im Vorwort von Hold'em for Advanced Playerssagt Sklansky, dass er Kartenspieler und nicht Autor ist. Deshalb soll der Leser ihm den abrupten, kurzen und humorlosen Stil verzeihen. Aber Sklansky ist mittlerweile Autor oder co-Autor von nicht weniger als 10 Büchern. Per Definition ist er ein professioneller Autor. Seine Bücher müssten sich stark verbessern, wenn er seinen Schreibkünsten genauso viel Arbeit, wie der Analyse seines Spiels, widmen würde. Oder er könnte einen Editor engagieren.

Insgesamt ist The Theory of Pokerein Muss in jedem Bücherregal eines pokerspielers. Mache dich bei der Lektüre auf ein paar sehr trockene Kapitel gefasst.

 
 

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