1: Das spielen zu vieler Starthände
Nur 20% aller Starthände kann man an einem 10er Tisch profitabel spielen, dies ist ein mathematischer Fakt. Wenn man zuviele schlechte Starthände spielt ist es als würde man Geld aus dem Fenster schmeissen. Als Beispiel: Wir halten 72o am Button und ein Spieler ist bereits eingestiegen. Es würde hier nur einen Bigblind kosten um zu callen aber in dieser Situation ist der erwartete Gewinn kleiner als ein Bigblind. Eventuell hat man mal Glück aber über lange Zeit wird man dadurch Geld verlieren.
2: Mit schlechten Händen coldcallen
Viele Spieler machen zu viele coldcalls vor dem Flop. Für diejenigen die nicht wissen was coldcallen ist hier die Erklärung: Ein Coldcall ist das callen 2er Bets vor dem Flop. Meistens ist dieses Verhalten falsch. Man benötigt eine stärkere Hand fürs coldcallen als für den ersten Raise.
Beispiel: Wir halten AQ und jemand aus früher Position erhöht. In diesem Falle gibt der Gegner vor eine Premium Hand wie TT+ und AQ+. Manchmal hält er auch AJ oder 99. In diesem Falle würde AQ AJ dominieren, gegen alle die andern Hände liegen wir hinten. Wir sollten uns nun fragen warum wir uns in eine solch schwierige Situaton begeben wollen wen wir nichts investieren müssen? Wenn wir als erster erhöhren würden mit AQ, hätten wir eine sehr gute Chance das wir die beste Hand am Tisch halten. Wenn unser Gegner vorsichtig spielt bekommen wir teilweise sogar AQ zum folden.
3: Mit AK oder einem hohen pocketpair limpen
Wenn wir an unsere Tische schauen finden wir eventuell einige Spieler die mit Händen wie AK oder QQ+ vor dem Flop nur callen um andere in die Falle zu locken. Meistens ist dies aber ein folgenschwerer Fehler vor allem mit QQ, denn diese Hand kann schon durch 2 höhere Karten auf dem Flop zerstört werden. Gegen einen einzigen Gegner haben wir eine sehr hohe Chance zu gewinnen. Selbst AA ist aber verwundbar gegen mehrere Gegner und deswegen sollten wir zumindest die Blinds mit einer erhöhungen aus dem Spiel nehmen. Ich habe AA schon gegen viele seltsame Hände verlieren sehen weil es den Blinds erlaubt wurde umsonst im Spiel zu bleiben. Bei niedrigeren Tischen wird man ausserdem viele Spieler finden die coldcallen somit bekommen wir durch eine Erhöhung mehr Geld in den Pot.
4: Das spielen von oft dominierten Händen
Vielen Spielern ist es egal welche Beikarte sie halten und dadurch verlieren sie viel Geld. Beispiel: Wenn man gerne kleine Asse wie A9 oder ähnlich spielt und das Ass trifft ist man oft dominiert und man hat die "teure zweit beste Hand". Andere Beispiele von oft dominierten Händen sind KJ, KT, QJ, QT und JT. Dominierte Hände verlieren Grosse pötte und gewinnen nur kleine.
5: Callen mit zu schwachen Draws
Ein Draw ist eine unfertige Hand auf die man setzte wegen dem Erwartungswert (EV). Man möchte eine Bet des Gegners nur dann callen, wenn man im Durchschnitt bei Verbesserung seiner Hand mehr als den zu callenden Betrag gewinnt. Beispiel: Wir halten A4 auf einem KT9 Flop und wir denken und: wir haben noch die Chance auf ein Ass also callen wir. In diesem Falle vergessen wir aber das die Chance nur 1 zu 15 ist das ein Ass erscheint. Ausserdem vergessen wir das jemand bereits zwei Paar oder eine Strasse halten könnte oder wir dann gegen ein höheres Ass verlieren könnten. Das ist der häufigste Fehler den unsere Gegenspieler machen der einen hohen Prozentsatz unserer erwarteten Gewinne ausmacht.
6: Passives Spiel mit guten Händen / Slowplaying
Viele Anfänger sagen soetwas: "Meine Gegner spielen mit allen möglichen Karten. Ich bette und raise wie verrückt, aber sie folden nicht, sondern callen bis zum River. Am River bekommen sie auf einmal genau die Karte, die sie brauchen, um mich zu schlagen. Deshalb ist es doch besser, gar nicht erst zu betten!" Aus mathematischer Sicht ist dies ein klarer Fehler: Zum einem verschenkt Ihr dadurch möglichen Gewinn,
zum anderen gebt Ihr euren Gegnern die Chance, die nächste Karte gar für umsonst zu sehen!
7: Nicht loslassen können
Für viele Leute ist es schwer Ihre Hand wegzuwerfen auch wenn sie wissen das sie geschlagen sind. Beispiel 1: Wir halten A2 im Bigblind. Der Flop kommt A59 Regenbogen. Flush und oder Strassendraws sind unmöglich. Wir setzen und werden gecallt auf dem Turn werden wir sogar geraised. Es ist nun offensichtlich das wir nicht die Beste hand halten. Ein Calldown bis zum River wäre ein grosser Fehler. Beispiel 2: Wir halten 2 rote Asse und der Flop kommt 789, alles in Pik. Der Spieler welcher zuerst dran ist setzt, wird vom nächsten Spieler gecallt und der 3te Spieler erhöht nochmals. Nun sind wir wieder an der Reihe und in diesem Falle sollten wir unsere Asse wegwerfen da sie meistens schon lange geschlagen sind. Vielleicht liegen wir noch vorne, aber die Gefahr ist riesig das dies am River nicht mehr der Fall sein wird.
8: Die Mißachtung der Position
Einige Spieler achten nur auf ihre Karten und auf die Community Cards. Sie ignorieren die Bedeutung ihrer Position für strategische Entscheidungen. Szenario 1: Ein Spieler callt mit Ass Ten als UTG (= Under the Gun / erster Spieler der Pre-Flop eine Entscheidung trifft).
AT ist keine ganz schlechte Hand und man würde mit ihr in einer mittleren Position ohne vorhergehende Caller sogar mit einem Raise eröffnen. UTG ist sie jedoch viel zu schwach, da noch 9 Spieler folgen, von denen jeder ein größeres Ass oder ein sehr hohes Paar in Händen halten könnte.
9: Das Ignorieren der Gegner und ihrer Betting Actions
Wie im Falle der Position unterschätzen einige Spieler auch hinsichtlich der Gegner die dynamische Komponente und spielen einfach nur stur ihre Karten. Eine Hand hat keinen absoluten Wert. Ein Drilling ist nur so lange stark, wie keiner der Gegner eine Straight oder einen Flush sein eigen nennt. Bei jeder Entscheidung ist daher die Action der Gegenspieler in Betracht zu ziehen, da sie die Stärke ihrer Hände indiziert.
Im Übrigen kommt es hierbei nicht nur auf Quantität an, sondern auch auf Qualität. So deutet ein Raise eines sehr passiven, schüchternen Spielers auf eine Monsterhand hin, während die Erhöhung des Table-Maniacs (über aggressiver Spieler) möglicherweise nur bedeutet, dass er zwei Karten in der Hand hält.
10: Unbegründetes Bluffen
Aufgrund von manchen Filmen viele Spieler denken das man durch Bluffen immer gewinnt. Dies ist alleridngs völlig falsch. Das Bluffen ist nur gerechtfertigt wenn es eine hohe Chance gibt das alle anderen Spieler folden. Man muss sich darüber im klaren sein das man vor allem auf den kleinen Limits die Spieler viel zu viel callen und dadurch auch nur schlecht zu bluffens sind.
| Login to Add a Comment » |


Digg
Facebook
Twitter
Google