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Das maximale aus einer Hand herausholen

Poker Pro Chris Halverson hing an einer Hand, die eine allgemeine Problem-Hand in NL darstellt. Das veranlasste mich zu Denken und regte mich an, diesen Artikel zu schreiben.

Es gibt Zeiten wenn:

1. Du ein Monster flopst und den maximalen Wert aus Deinem Gegner herausziehen musst.
2. Du eine verwundbare Hand flopst und das meiste aus dieser untergeordneten Hand herausziehen musst, wobei Du gleichzeitig vermeiden musst, zu viel an eine höhere Hand abzugeben.
3. Du nichts flopst und versuchst, Deinen Gegner aus der Hand zu stoßen.
4. Du nichts flopst und aufgibst.

So viel kann dazu gesagt werden, aber ich werde heute nur #2 besprechen.

Monster oder verwundbare Hand?

Die Größe Deines Monsters ist zur Textur des Boards relativ. Bei Quads oder einem Royal Flush hat man am Flop offensichtlich immer ein Monster, aber Sets, Straights oder ein Flush sind für die Textur des Boards verwundbar. Ein Set oder eine Straight auf einem Tc9c8c Board ist kein Monster.

Zwei Paare sind selten ein Monster in einem Ring Game mit hohen Stacks, auch wenn man die Top two hält.

TPTK ist niemals ein Monster!

Je verwundbarer Deine Hand, desto früher musst Du hineinstellen, bevor Dein Gegner aufholt. Das wird Dir auch helfen zu bestimmen, wo Du stehst und kann Dich davon abhalten, bei NL mit hohen Stack Pleite zu gehen. Je stärker Deine Hand, desto mehr willst Du, dass Dein Gegner aufholt.

Bis jetzt, alles klar, richtig?

Spiele dein Monster entsprechend der Range deines Gegners

• Zu wie viel Prozent der Range Deines Gegners liegst Du vorne?
• Zu wie viel Prozent der Range Deines Gegners wirst Du ausbezahlt?
• Zu wie viel Prozent der Range Deines Gegners gibt es viele Outs (oder denkt er, dass er viele Outs hat)? Davon, wie viel kannst Du ihm für einen Draw zahlen lassen?
• Zu wie viel Prozent der Range Deines Gegners zieht er dünn? Davon, wie viel Prozent werden Dich auszahlen, wenn er sich verbessern?
• Welche untergeordnete Hände werden Dich auszahlen und wie?
• Welche untergeordnete Hände werden Dir Dein Geld nehmen, wenn sie treffen?

Lass uns die Monster-Liste durchgehen...

- Du flopst Quads auf einem AA7 rainbow Board, nachdem Du preflop erhöht hast. Glaube es oder nicht, diese Situation ist nicht sehr gut. Die gute Nachricht ist, dass Du diese Hand nicht verlieren kannst. Die schlechte Nachricht ist, dass sehr wenige Hände Deines Gegners Dich auszahlen werden, egal wie Du diese Hand spielst. Sogar KK wird nur wenige Chips gegen Dich verlieren, es sei denn, dass er noch einen K trifft. Deshalb checke bis zum River und setze einen kleinen Einsatz oder überzeuge irgendwie einen Maniac, dass er einen Schuss auf den Pot abgibt, nachdem Du zweimal gecheckt hast. Du gewinnst ein klein wenig, aber Du schaffst es nicht, irgendjemand in 99% solcher Fälle zu ruinieren. Bis zum River durchchecken und dann stark herauskommen, erzeugt mehr Angst als 3 schwache Einsätze, mit denen Du am Flop anfängst. Es ist schwer zu sagen was passiert, wenn Du Dich mit AA nicht traust oder versuchst ihn zu melken, wenn Du ein Viertel bis zur Hälfte des Pots setzt. (Das verwandelt sich für Dich später in einen netten bluff-size Bet, wenn Du damit erfolgreich bist)

- Du flopst Top Set auf einem Q72 rainbow board. Am Flop gibt es keine Draws und Du wirst einen großen Prozentsatz von Händen mit einem Einsatz zum folden bringen. Das Geben einer free Turn-card mag ihm erlauben, einen Draw aufzunehmen, aber Du MUSST am Turn setzen und Du musst groß setzen, wenn Dein Stack hoch ist. Das führt zu einem anderen Thema ... setze stark, wenn Du unwillig bist, später zu folden.

- Du callst einen preflop raise mit AT und am Flop folgt ATT. Da fängt Poker an, Spaß zu machen. Da Dein Gegner preflop erhöht hat, kannst Du annehmen, dass AA in seiner Range liegt, was Dich töten würde. Aber Du bist wahrscheinlich dabei, ihn sowieso zu befriedigen, es sei denn, dass er der rockiest Rock (ein Spieler, der fast alles wegwirft) ist, den Du kennst. Du kannst AK-AJ einschließen, was Dir helfen sollte, einen anständigen Pot zu bauen. Du kannst KK-88 oder so einschließen, was Dich überhaupt nicht auszahlen wird.

Meine Ziel während solcher Hände ist, das Maximum aus dem % seiner Range herauszuziehen, die er denken könnte, dass Du vorne liegst. Mit Slowplay wird man nicht viele Chips aus KK-88 herausziehen. Wenn ich seine Einsätze calle, wird er wahrscheinlich verlangsamen (möglicherweise die Notbremse ziehen). Wenn ich setze, wird er wahrscheinlich folden. Eine andere Abwägung ist zu vermeiden, gegen KK-JJ Pleite zu gehen, aber das Problem ist nicht riesig, weil er so dünn zieht. Deshalb ist das Hauptziel hier, einige Chips vom AK-AJ zu ziehen, richtig? Meine Überlegung ist, dass man sich nicht über das Herausziehen von Geld aus Händen sorgen sollte, bei denen der Gegner kein Geld in den Pot stellt, es sei denn, dass er aufholt und Dich überholt. Spiele Deine Hand so, als ob Du AJ früh hast und so wie Du AT spät in der Hand spielen würdest.

Weiches Callen kann hier auf AK/AQ Angst erzeugend wirken. Vielleicht ist ein Mini-Raise oder 3x seines Einsatzes besser, um den Pot aufzubauen. Viele AK/AQ Gegner werden kleine Erhöhungen/Einsätzen mitgehen. Wenn Du früh callst und später raist, erscheint es, dass Du entweder ein Monster geflopt hast oder aufgeholt hast und er mit nur einem Paar eine harte Zeit haben wird, ALLEN Einsätzen/Erhöhungen von Dir zu folgen. Du wirst nur einen kleineren Topf gewinnen, wenn Du früh schwach spielst. Besser ist, früher mit dem Aufbau des Pots zu beginnen. AK wird wahrscheinlich über folgendes Satzmuster glücklich sein: setzen/callen, callen, callen. Dagegen wird er wahrscheinlich bei folgendem Muster folden: setzen/callen, setzen/raisen... es sei denn, Du kannst selbstredend davon ausgehen, dass er ein schlechter Spieler ist.

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