Hölle, es gibt da keine Regeln – wir versuchen etwas zu erreichen.
--Thomas Edison
Dieser Artikel ist für jene, die mit dem NL Spiel beginnen. Er wird viele verschiedene Bereiche abdecken, und ich werde mehr fortgeschrittene Gedanken später nachschieben.
Trickreiche/kreative Spiele
Beim Poker gegen gute Spieler, musst Du kreativ und uneinschätzbar sein. Du wirst raisen oder Erhöhungen mit Händen wie 64 callen müssen. Deshalb, weil Du keine Informationen über Deine Hand weggeben willst. Wenn Deine Gegner gut sind, dann werden sie bemerken, dass Du viele Hände auf dieselbe Weise wie Asse spielst. Sie werden auch bemerken, dass Dein Spiel nach dem Flop ebenso uneinschätzbar ist. Du musst in der Lage sein, einen preflop Rraise, einen Flop-Einsatz und einen Turn-Einsatz nur deshalb zu callen, weil Du in Position bist. Bluffe sie am River weg und zeige es ihnen. Mit Uneinschätzbarkeit wirst Du Geld gegen Spieler verdienen, die gut genug sind, das wahrzunehmen.
Damit sagte ich, spiele ABC Poker verdammt noch mal! Wenn Du diese Seite liest, um Strategie-Einblicke zu gewinnen, dann spielst Du wahrscheinlich nicht gegen Sharks. Heikle Spiele werden Dir aber auch gegen schlechte Gegner Geld kosten. Sie werden verwirrt sein und das richtige Spiel aus dem falschen Grund machen.
Preflop Raises
Bestimme eine Hand Range, bei der Du Dich wohl fühlst sie preflop zu spielen. Wenn diese Range groß ist, setze Deinen Standard preflop Raise auf ungefähr 2.5 big Blinds fest. Wenn diese Range klein ist, dann nimm stattdessen einen preflop Raise von ungefähr 4.5 big Blinds. Je mehr Hände Du spielst, desto weniger solltest Du erhöhen, damit Du nicht viel verlierst, wenn Du gegen eine größere Hand läufst, was relativ öfter passiert. Wenn Du denkst, dass Du postflop besser spielst, als die Meisten, dann ist die Erweiterung Deiner Starthände bei kleinerem Einsatz der richtige Weg. Wenn Du in NL neu bist, erwäge einen größeren Einsatz und spiele weniger Hände preflop, als in Limit Holdem. Fange von vorne an und gewinne die Pots, die für Dich vorgesehen sind, bis Du Dich mit dem Spiel/Tisch wohl fühlst.
Mache immer den gleichen Raise mit jeder Hand, die Du bereit bist zu spielen. Ein paar Modifizierungen kannst Du machen. Addiere alle Einsätze der Limper zur Höhe Deines Raise hinzu. Wenn also z.B. Dein Standard Raise 3 BB beträgt und es 2 Limper gibt, macht das 5 BB, die Du setzen musst. Außerdem, je schlechter Deine Position ist, umso mehr kannst Du zu Deinem Einsatz hinzu addieren. UTG kannst Du ein oder zwei BB zu Deinem Standard-Raise hinzufügen. Der Schlüssel besteht darin, dass Du den Betrag deiner Raises nur auf der Basis der Handbedingungen (wie Position, Zahl der Caller und ggf. der Gegnertypen am Tisch) verändern solltest. Ändern Deine Erhöhungen nicht aufgrund der Qualität Deiner Karten.
Das Limpen mit mittleren Paaren ist keine schlechte Idee, weil Du im Stande sein könntest, jemanden zu ruinieren, wenn Du ein Set oder besser triffst. Nicht viele Menschen werden Dich auf ein Set mit Jacks oder Zehnen setzen, wenn Du triffst. Betrachte die Table-Zusammensetzung bevor Du limpst. Full Ring Game (9 oder 10 Spieler), passive Spieler, schwache postflop Spieler und Position sind alle Dinge, die Du gerne hättest, um zu limpen. Sorge Dich nicht darüber, dass Du Deine Hand durch Limpen weggibst. Die Leute werden nicht bemerken, dass Du nur mit Paaren limpst. Zu viele Spieler limpen mit Müll und versuchen mit Glück, Dich auf eine Hand zu setzen.
Ring-Games erfordern Geduld.
Große Pots werden kommen, wenn Du auf Sets gegen Over-Paare triffst, ein Flush oder eine Straight flopst oder einen Maniac erwischt. In der Zwischenzeit versuche die Dir zustehenden kleinen Pots zu gewinnen und versuche nicht Poker mit Zufall zu erzwingen. Lasse die Karten kommen. Es ist eine lange Sitzung, deshalb sehe nicht das Erfordernis das Spiel "aufzumischen", es sei denn, dass Du wirklich denkst, dass Dein Gegner es bemerkt und Dich später deswegen auszahlen wird. Spiele keinen Draw, es sei denn, Du hast große Pot/implied Odds. Flush-Draws sind normalerweise in NL nicht Wert, gespielt zu werden, weil die Einsätze gewöhnlich keine Pot Odds von 4-1 ergeben. Um eine weitere Karte zu bekommen, brauchst Du zum Flush ungefähr 4-1. Pot-sized Einsätze geben Dir aber 2-1. Nicht eben dicht dran. Wenn die Einsätze klein sind, dann kannst Du Dir ansehen, was sie haben könnten. Wenn Du denkst, dass sie mit einer guten Hand klein setzen, um Calls zu veranlassen, dann vielleicht kannst Du die Hand wegwerfen. Ein Flush ist allerdings offensichtlich, wenn Du triffst, deshalb fehlen auch implied Odds. Wenn Du denkst, dass sie mit einer schwachen Hand klein setzen oder selbst einen Draw versuchen, dann erhöhe hier richtig.
Du bluffst dabei allerdings! Semi-Bluffer sind im Wesentlichen Leute die bluffen. Die Spieler auf den niedrigen Limits versuchen ihre Flush-Draws-Einsätze mit der Tatsache zu rechtfertigen, dass sie gerade so aggressiv sind, wie die Pros im Fernsehen. Da gibt es einen großen Unterschied. Die Pros im Fernsehen machen einen Move, weil sie wahrscheinlich glauben, dass sie den Pot jetzt direkt gewinnen oder was wichtiger ist, weil sie in einer Turnier-Atmosphäre sind, wo sie sehr aggressiv sein müssen, um Chips zu gewinnen. In den Turnieren glauben sie, dass sie ungefähr 12 Outs (9 für ein Flush und 3 für eine Over-Karte) oder so haben und bereit sind, das Risiko einzugehen, um eine bessere Gelegenheit zu haben, das Turnier zu gewinnen. In Ring-Games kostet Dir das aber Geld, wenn Du zu viele Semi-Bluffs machst.
Eine andere Rechtfertigung, die ich oft sehe, ist, dass Du Täuschung hervorrufst und einen Topf aufbaust, um für den Fall, dass Du triffst, zurechtzukommen. Du bluffst mit Outs. Indem Du Geld in den Pot stellst mit einer Hand, die nicht durch eine schlechtere Hand gecallt wird, bluffst Du. Wenn die Situation für einen Bluff geeignet erscheint, dann solltest Du auf alle Fälle einen Schuss abgeben. Wenn Du gegen einen preflop Raiser oder einer Calling Station dran bist, dann riskierst Du allerdings, Deinen Einsatz zu verlieren. Rege Dich nicht auf, wenn Dir dieses Spiel auf lange Sicht Geld kostet. Ich würde zusätzlich empfehlen, dass Du dieses Spiel wie die Pest vermeidest, es sei denn, dass Du ein gutes Gefühl dabei hast, auf einen hohen Reraise zu folden. Viele meiner Gegner setzen mit Draws gegen mich und können es nicht sein lassen, wenn ich reraise, um Ihnen die Odds wegzunehmen. Das könnte die Situation sein, wo ich am meisten mit dem Feld nicht übereinstimme. Es macht mich verrückt, Leute mit 9 Outs zu sehen, die eine Menge Geld verlieren. Du hast 2-1, um geschlagen zu werden, ES SEI DENN, dass sie ein Set haben, was eine Hand sein wird, die Dich erhöht.
Im Übrigen, fast jeder Bluff den Du machst, sollte ein Semi-Bluff sein. Erlaube Dir immer einige Outs.
Auf den niedrigen Limits, wirst Du nicht nur mit größerer Wahrscheinlichkeit gecallt, vielmehr wirst Du auch mit größerer Wahrscheinlichkeit geraist, weil die Spieler sich im Durchschnitt viel öfter den Flop ansehen. Ich liebe Leute, die bereit sind, mit 9-12 Outs zu pushen. Sie treffen oft, was bedeutet, dass die Varianz ihrer Gegner ansteigt, aber auf lange Sicht, geben sie EV weg, was bedeutet, dass sie Geld verschenken. Grundsätzlich glaube ich, dass das Bluffen bei den niedrigen Limits maßvoll betrieben werden sollte. Spar Dir das für jene Zeiten auf, wo Du glaubst, dass Dein Gegner mindestens zur Hälfte aller Fälle folden wird.
Setze nicht schwach mit schwachen Händen
Die größte Leckstelle, die ich an den Tischen gesehen habe, waren Einsatzbeträge, die entsprechend der Qualität der Karten bemessen waren. Der schwache Einstieg ist eine Sache (kleine Beträge, die einen Raise provozieren), aber mit einer kleinen Hand schwach zu setzen ist der Tod in NL. Es ist leicht, einen kleinen Einsatz auf einen reinen Bluff zu reraisen. Wenn Deine Hand stark genug ist für einen Einsatz, dann wette heftig. Indem Du Stärke repräsentierst, wirst Du mit größerer Wahrscheinlichkeit bessere Hände zum Folden bringen, eine bessere Idee von den Karten Deiner Gegner bekommen (weil Du Stärke gezeigt hast) und einen Pot aufbauen, wenn Du das willst.
Wenn Du schwach setzt, dann wächst die Range der Hände, die Dich erhöhen dramatisch und Du weißt nicht wo Du stehst. Der schwache Einstieg arbeitet häufig gegen mich, weil ich zuweilen ziemlich aggressiv bin. Umgekehrt, wenn Du schwache Hände mit schwachen Einsätzen gegen mich wettest, wirst Du viel Geld verlieren. Ich werde mit "any two" sehr oft erhöhen. In anderen Fällen werde ich nur callen und Dir erlauben, Deine schwachen Einsätze zu wiederholen, bevor ich Dich am Turn/River erhöhe. Schwache Einsätze sagen Dir wenig, wo Du in der Hand stehst und laden andere Leute nur ein, Dich zu schikanieren.
Grundsätzlich kein Slowplay.
Es gibt viele Bedingungen, die vorliegen sollten, bevor Du ein Slowplay versuchst. Anders als bei Turnieren, liegen bei Ring-Games fast nie alle notwendigen Bedingungen für ein Slowplay vor. Selbst wenn Du Quads flopst, solltest Du mindestens einen schwachen Einsatz tätigen, wenn auch aus keinem anderen Grund, als einen Pot zu bauen oder einen Bluff zu provozieren. Ich meine nicht, dass Du nie einen Check-Raise versuchen solltest. Ich meine gerade, dass Du auf Pot-Building auf der ganzen Straße bis zum River nie verzichten solltest. Durch das Wetten Deiner Quads, die Du gerade geflopt hast, spielst Du wirklich irreführend. Wenn Du kein Slowplaying betreibst, schaffst Du die Voraussetzung, bei einer breiteren Handrange gecallt zu werden, weil Dir normalerweise niemand glaubt, dass Du Deine Quads wetten würdest. Checken macht allerdings nicht nur Deine Hand offensichtlicher, wenn Du plötzlich später in der Hand aggressiv wirst, es bedeutet auch, dass jemand anders noch eine größere Hand bekommen könnte (auch bei Quads!). Slowplay = Nopay (d.h. zahlt sich nicht aus).
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