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Maschinenschreiben im Hold Em

Als ich in die Oberschule der Bethlehem Central High School in Delmar, New York eingeschult wurde, erzählte mir meine Mutter, dass das wertvollste Fach, welches sie in den vier Jahren an der Schule belegte, Maschinenschreiben war. Zusätzlich zu den üblich verlangten Fächern wie Mathematik, Naturwissenschaft, Englisch, Sozialkunde und Fremdsprachen belegte ich deshalb natürlich auch das Fach Maschinenschreiben. Ich war mir sicher genug, das meine Mutter Recht hatte. Seit ich diese Klasse abgeschlossen habe, benutze ich meine Maschinenschreib-Kenntnisse jeden einzelnen Tag.

Dasselbe kann auch über das Spielen von Texas Hold`em No Limit gesagt werden. Von allen Fähigkeiten, die ein guter No Limit Spieler beherrschen muss, ist das Tippen - zumindestens für mich - das Nützlichste.

Was ich mit "Tippen" meine, ist eine ziemlch einfache Typisierung deines Gegenspieler - was dich ganz einfach dabei unterstützt, die grundlegenden Zusammenhänge seiner Spielweise zu verstehen - und es dir so ermöglicht, Spielweisen/Spielzüge gegen ihn zu verwenden, mit denen du üblicherweise gegen ihn gewinnen wirst. Hier ist ein Beispiel.

Du bist in später Position mit einem Paar Zehner. Ein Spieler in mittlerer Position erhöht um einen dreifachen BigBlind. Jeder bis zu dir folded seine Karten. Was tust du jetzt?

Wenn dir jedes Wissen darüber fehlt, was für eine Art von Spieler er ist, würdest du in starke Bedrängnis kommen zu wissen, wie du darauf reagieren sollst. Aber wenn du zum Beispiel wüsstest, dass er ein ultra-aggressiver oder Einer von der Art der wilden Spieler ist, könntest du geneigt sein ihn noch einmal zu erhöhen, re-zuraisen. Diese wilden Spieler erhöhen mit einer Vielzahl von Händen aber legen ihre Karten nieder, wenn sie auf Widerstand stossen. Oft ist das Zurückfeuern die beste Gegenstrategie auf eine Erhöhung dir vor dir stattgefunden hat. Wenn du ihn jedoch zur Gattung der Felsen, der "Rocks" zählst, der nur sehr selten erhöht, wenn er nicht starke Karten hat - könntest du sicherheitshalber deine Karten folden - in dem Wissen, dass höchstwahrscheinlich mit einem sehr hohen Paar erhöht hat und deine Hand damit stark dominiert wird.

Die Typisierung sollte nicht besonders schwierig sein. Macht dir zu Anfang über die feineren Aspekte keine Gedanken. Versetze dich in die Lage eines historischen Flugzeug-Aufklärers im zweiten Weltkrieg. Sie wurden darauf trainert, feindliche Flugzeuge zu erkennen, wenn sie in alliertes Gebiet eindrangen. Man gab diesen Aufkläreren keinen genauen Bilder von den Flugzeugen um sich daran zu erinnern - sie bekamen auch keinen Unterricht über die individuellen Beschaffenheit der Flugzeuge. Geradezu das Gegenteil war der Fall. Sie wurden richtiggehend darauf gedrillt, um schnell einen Umriss, eine Shihouette eines Flugzeuges zu erkennen, das über ihnen hinwegflog. Es waren die deutlichen Umrisse des Flugzeuges, die wichtig waren. Die Details hätten sie dabei nur abgelenkt.

Wenn du beim Poker deine Gegenspieler typisierst, willst du nur erkennen, um was für einen grundlegenden Typ von Spieler es sich handelt.

Insbesonders empfehle ich dir, dass du jeden Spieler mit einer der folgenden fünf Markierungen typisierst: änstlich, wild, rock, solide, planlos. Ich werde mehr in späteren Rubriken mehr darüber in`s Detail gehen, wie du dir jede dieser verschieden Art von Spieler zunutze machen kannst. Für`s Erste jedoch, lerne nur diese einfachen Regeln.

ÄNGSTLICH: Ein Spieler mit einem Manko an Aggression legt seine Karten unter Druck nieder, mit Ausnahme er hat eine sehr starke Hand. Erhöhe um einen kleinen Betrag, wenn er erhöht, oft wird er dich nur callen, wenn er erhöhen sollte, und wer zögert ein Monster ganz langsam zu spielen, ängstlich davor, dass ihn seine Gegenspieler vielleicht einholen können, bevor die Hand fertiggespielt worden ist.

WILD: Ein hyper-aggressiver Spieler der starke erhöhungen mit allen möglichen Karten macht. Wilde Spieler erhöhen oft auf gut Glück, erhöhen um die Zahl der Gegner zu reduzieren, um einen vorbereiteneden Bluff (Semi-Bluff) zu anzuzeigen, oder in später Position erhöhen sie mit allen möglichen Karten, wenn vor ihnen noch niemand erhöht hat. Ihre Aggression ist nicht gedankenlos, obwohl sie oft extrem ist. Sie sind nicht planlos, aber ihre Aktionen zeigen nicht zwangsläufig die wahre Stärke ihrer Hand
an.

ROCK/FELSEN: Ein Spieler der den überwiegenden Anteil der Zeit damit verbringt seine Karten niederzulegen, selten wenn überhaupt erhöht, wenn er nicht eine superstarke Hand hat und er ist nur bereit geringe Risiken einzugehen, sogar wenn es nötig wäre weil der Pot so hoch ist oder wegen der implizierten Gewinnchancen (implied odds). Rocks verändern ihre Spielweise nur sehr selten, oder tanzen aus der Reihe.

SOLID/BESTÄNDIG: Ein guter Spieler, der oft für Wert erhöht, callt mit draws, variiert sein Spiel, von Zeit zu Zeit mit Semi-Bluffs und Positions-Erhöhungen, und spielt im allgmeinen gut. Erhöhungen von soliden Spielern sollten respektiert werden; und sie sind sehr hartnäckig, wenn man versucht sie aus einem Pot zu drängen.

PLANLOS: Ein Spieler, im Allgemeinen noch sehr unerfahren und neu, der nicht wirklich versteht, wenn man callen, folden oder raisen/erhöhen sollte - noch um wieviel er erhöhen sollte; aus diesen Aktionen kann man nicht wirklich darauf schliessen, was er oder sie möglicherweise gerade für eine Hand hat. Bei planlosen Spielern ist es viel unwahrscheinlicher, dass sie die Iniative übernehmen, aber sie callen sehr oft, unerklärlicherweise mit sehr, sehr vielen Karten.

Es gibt sehr differenziertere Aspekte die du natürlich bei deinen Gegnern beobachten solltest. Jeder Spieler hat zusätzliche Charakterzüge, die du wie ein Fenster dazu benützen kannst, um in ihre Karten zu sehen und die du ausnutzen kannst um ihr Spiel auszunutzen. Einige Spieler, die besonders tight vor dem Flop sind, können von ihrer Hand nicht mehr loslossen, wenn sie einmal einen Flop getroffen haben. Andere Spieler sind unbeeindruckt gegen Druck vor dem Flop - callen beinahe jede Erhöhung die du ihnen entgegenschleuderst - werfen ihre Karten aber nach dem Flop sofort weg, wenn sie keine starke Hand getroffen haben. Wieder Andere, von denen du denkst sie wären wild, sind nichts als hyper-aggressiv, wenn sie zwei Karten in auf/absteigender Reihenfolge in derselben Farbe (suited connectors) halten. Sie spielen kleine Paare jedoch furchtsam pder gar nicht. Es gibt so viele subtile Variationen des Spielens, wie es Spieler gibt.

Aber wenn du in einem Casino spielst, oder aus irgendeinem anderen Grund um hohe Einsätz gegen Spieler spielst, gegen die du nur selten spielst, ist es um so entscheidender, dass du dich daran erinnerst, was für grundlegende Typen von Spielern sie sind. Arbeite daran, sie im grundlgegenden zu typisieren und erinnere dich an diese grundlegenden Kategorien, wenn du in einer Hand gegen sie spielst. Das ist der Weg, wo der Vorteil für dich liegt.

Hingegen, wenn du gegen Leute öfters spielst, kannst du deinen Beobachtungen schärfen, imdem du die verschiednen Typen der Spieler verfeinerst. Aber lass dich nicht zu Beginn von diesen Verfeinerungen ablenken, oder du wirst durch zuviele Informationen verwirrt werden.

Der Schlüssel zum Maschinenschreiben, hat mir mein Oberschul-Lehrer gelernt, ist die einfachen Anschläge zuerst zu beherrschen, so dass sie von ganz autmatisch kommen. Dieselbe Wahrheit gilt auch für das "Typing" beim Poker.

Ashley Adams spielt Poker bereits seit 1961, als er es im wahrsten Sinne des Wortes auf den Knien seines Grossvaters gelernt hat. Er fing 1993 ernsthaft an zu spielen, als das Foxwoods Resort Casino in Ledyard, Connecticut seinen Poker Raum eröffnete. Er ist für gewöhnlich an einem $20/40 Stud-Poker oder dem $2/5 No Limit Tisch finden.

Ashley hat schon auf der ganzen Welt Poker gespielt, und Geld gewonnen an Cash-Tischen, oder Turniere gewonnen in Ungarn, Österreich, England, auf den Bahamas, Connecticut, Massachusetts, Nevada, Kalifornien, Washington, British Columbia und im Yukon Territorium. Er war ein überaus produktiver Schreiber von Poker Artikeln in den Jahren 2005, 2006 und 2007 und hat zwei Poker Bücher geschrieben. Sein Erstes, Winning 7-card Stund (Kensington, 2003) ist bei Amazon.com erhältlich. Sein No Limit Hold`em Buch, Winning Low Limit No Limit Hold`em ist ein e-book und einfachsten erhältlich direkt vom Autor für $10.00 bei asha34@aol.com

Ashley organisiert auch Wohltätigkeits Poker Turniere, gibt privat Poker Unterricht beim Bosten Center für ErwachsenenBildung und ist ein regelmässiger Gast bei Radio und TV-Programmen (unter anderem Auftritte bei WBZ-AM, WHDH Channel 7 TV, WGBH-TV, NECN-TV) und plant bald seinen eignen Poker Radio Sender zu haben.

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