Wer die aktuelleste Übertragung der World Poker Tour (13. Juni) gesehen hat, wurde Zeuge wie Barry Greenstein und Joe Sebok eine ansonsten innovative und unterhaltsame Folge ruiniert haben.
Das Ende ist so etwas wie eine Poker Ethik vs. Poker Moral Debatte - wenigstens sollte es dazu anregen - und ich wollte einer der ersten sein die sagen der "Robin Hood des Pokers" und dessen Sohn haben alles falsch verstanden.
In "Vater und Sohn" Event der WPT das cleverer Weise von der WPT eingeführt wurde, traten die wohlbekannte Vater-Sohn-Duos in einem EInzeltischturnier gegeneiander an. Immer wenn ein Spieler ausgeschieden war oder die Blinds stiegen, mussten die Spieler die Tische wechseln so dass jeder die gleiche Anzahl an Spielzeit erhielt. Andere bemerkenswerte Teams waren Todd und Doyle Brunson sowie Barry und Jeff Shulman.
Wie schon andere Neuheien vorher wie das Duell der Poker Autoren oder der "Bad boys" war diese besondere Show die creativste der WPT. Aber das Siegerteam sollte das alles zu Nichte machen.
Wie vorraus zu sehen war, waren das Brunson und das Greenstein-Sebok Team die letzten beiden Teams die übrig waren. Das allein war schon großes Kino, da Greenstein auf Doyle Brunson trafe und andererseits Sebok auf Todd Brunson. Während Greenstein gegen Brunson wahrscheinlich ausgeglichen ist, war es spannend zu sehen ob der große Favorit Todd Brunson seinen Chipnachteil hinter sich lassen konnte und Sebok schlagen konnte.
Konnte er nicht. Die Karten kamen zu Sebok's Gunsten und als Sebok's A-10 gegen Brunson's Q-8 standhielt, konnte er und sein stolzer Vater Greenstein mit lächelnden Gesichter dieses Vater-Sohn event gewinnen.
Das ist alles soweit gut und schön, außer das die Show hier noch nicht vorbei ist. Es stellte sich herraus dass die WPT noch einen Bonus bereit hielt; ein Heads-Up Spiel zwischen der Vater-Sohn-Kombo die das vorherige Event gewonnen hat. Der einzige Preis der an diesem Abend ausgegeben wurde - 25,000$ und ein schöner Pokal - sollte an den Sieger dieses Spiels gehen.
Diese Idee war ungeahnter Schachzug in ohnehin schon hervorragenden Show. Das Problem ist nur dass Greenstein und Sebok das Spiel absagten. Man konnte es kommen sehen, da ihr Heads-Up Spiel nicht gezeigt wurde und die Show nur noch 2 Minuten dauernd sollte.
Aber in einer absurden und eindeutig einstudierten Szene, sagte sowohl Greenstein als auch Sebok dass sie nicht das Herz hätten gegeneinander zu spielen und gingen deshalb beide all-in in the dark. Greenstein hatte A-Q und es hielt gegen Sebok's K-2 und so meine Damen und Herren hatten wir unseren "Champion". Mike Sexton's opportunes Geschwafel was für ein toller Zug das gewesen sei macht das Ganze nur noch schlimmer. Das war das lustige Ende des Filmes "Lucky You" ins echte Leben übertragen und diese Imitation von Filmkunst war nicht schön.
Und was dazusagt werden ist es das es sehr unwahrscheinlich das die WPT vom diesem Ausgang angetan war. Einerseits war ihr Preisgeld so reduziert das es keine Relevanz hatte. Darüber haben die Fans zugeschaut weil sie ein Spiel sehen wollte - auch wenn Todd vs. Doyle Brunson die Krönung gewesen wäre - Greenstein und Sebok waren eigentlich verpflichtet eins zu liefern auch wenn Sebok mindestens ein 4 zu 1 Underdog gegen sein Vater ist.
Falls die beiden wirklich solche moralischen Bedenken haben gegeneinander zu spielen, dann sage ich euch ... SPIELT NICHT IN DIESEM TURNIER! Es ist sehr unwahrscheinlich dass die beiden gezwungen wurde mitzuspielen und falls ihr mitspielt dann seid ihr ethisch und eventuell auch vertraglich daran gebunden es richtig zu tun.
Wenn ichs mir recht überlege erinnere ich mich nicht an Zeile zu diesem Thema in Greensteins Werk "Ace on the River", aber vielleicht sollte er für neuere Ausgaben ein Kapitel dazu einfügen. Und das sollte heißen, spiel niemals soft.
Ein anderer Profi und respektierte Autor: Phil Gordon hat mal gesagt man solle dazu bereit sein seine eigene Oma zu checkraisen und Greenstein schreibt selbst in "Ace on the River" dass ein Spieler bereit sein sollte mit seinem letzten Dollar zu bluffen. Aber er will nicht gegen seinen Sohn spielen wenn es noch dazu ein Freerollturnier ist?
Jemand, vorzugsweise Sebok oder Greenstein, sollen das mal bitte erklären. Es wäre weitaus einfacher zu verstehen wenn das ein normaler WPT Event wäre und die beiden um 500,000$ Unterscheid zwischen ersten und zweitem Platz spielen würde. Diese riesige Summe könnte einen großen Einfluss auf ihr berufliches und privates Leben nehmen und es würde Sinn machen hinter den Kulissen ein Deal auszumachen und trozdem ernst um die Titel zu spielen.
Aber warum nicht im Geiste des Wettbewerbs einfach ernsthaft um diesen Titel spielen? Und noch darüber hinaus ohne echtes Risiko? Selbst für diese soldien Profis sind 25k nichts worum es sich nicht lohnen würde zu spielen, vorallem wenn man nichts zu verlieren hat.
Bis zu einem gewissen Grad gibt es diese Debatte in jedem Sport. Es erinnert daran wie ein paar Jahren eine College Baskebtall Spielerin zum mit gebrochenem Bein zum Korb getragen wurde um den Punkte-Rekord zu brechen. Naja, das hätte nicht erlaubt sein solle und das Equivalent dazu im Poker auch nicht.
Um einen anderen Vater-Sohn Vergleich zu nehmen: Kann sich jemand vorstellen wie sich Rogers Clemens weigert gegen sein Sohn Koby in einem AllStar Game zu werfen? Ich zweifele daran und den Rat den ich dem jungen Clemens geben würde, wäre: Duck dich. Unglücklichweise haben Greenstein und Sebok diesen Rat beachtet, aber sie haben sich trotz ihrer Verantwortung ein Wettbewerb führen, gedrückt.
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