Jeder Pokerspieler, der schon mal ein Pokerbuch oder -magazin gelesen hat, weiß, dass das Denken beim Poker große Teile des Spiels ausmacht. Unglücklicherweise wissen viele Spieler gar nicht, was sie beim Pokern bedenken müssen. Sie wissen, dass es eine Menge wichtiger Entscheidungen gibt, die es beeinflussen, ob sie gewinnen. Aber viele wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen. Es überwältigt sie und so spielen sie einfach nach ihrer Intuition - oft mit unprofitablen Ergebnissen.
Für diejenigen unter Euch, die sich in einem solchen Dilemma befinden, lasst mich Euch helfen, Eure Gedanken in die richtigen Bahnen zu lenken. Dieser Artikel soll keine komplette Studie sein, aber er soll die Grundlagen beinhalten, die wichtig bei den ersten Schritten sind.
1. Gute Starthände
Die Pokerliteratur ist buchstäblich voll von ihnen. Geh in den Buchladen oder in die Bücherei und sie Dir mal die Pokerbücher durch, um die guten Starthände beim Limit und No-Limit Poker zu finden. Die Experten können bei den schlechteren Händen von einander abweichen, aber bei den guten Starthänden sind sie einer Meinung. Lerne sie auswendig!
2. Position
Verstehe, wie die Position beeinflusst, welche Hände Du spielst und wie Du sie spielst. Du musst nicht 100%ig für jede Position wissen, welche Hand Du aus ihr spielen kannst, aber Du solltest ein grundlegendes Verständnis dafür entwickeln, dass sich einige Hände besser aus bestimmten Positionen spielen lassen. Nutze das, um zu entscheiden, ob Du eine Hand spielst.
3. Disziplin
Lerne, schlechte Hände wegzuwerfen. So einfach ist das! Wenn Du erstmal Dein Wissen über gute Starthände anwendest, zusammen mit Deinem Verständnis der Bedeutung der Position, ist es wichtig, die schlechten Hände loszulassen.
4. Aggression
Lerne mit sehr guten Karten zu raisen und zu re-raisen. Beim No-Limit solltest Du lernen, das vielfache des Big Blinds zu setzen, wenn die Situation danach verlangt.
5. Überdenke den Flop, Turn und River
Frage Dich, ob das Board Dir geholfen hat und wenn ja, wie? Verstehe wie Flop, Turn und River Dir helfen. Du musst in kurzer Zeit entscheiden können, ob sich deine Hand verbessert hat. Entweder dadurch, dass Du eine gute Hand bekommen hast oder dadurch, dass Du einen guten Draw bekommen hast.
6. Überlege, ob der Flop Deinen Gegnern geholfen hat
Deine Hand hat sich nicht allein verbessert. Das Board ist auch für jeden anderen, der noch in der Hand ist. Könnte das Board den Gegnern geholfen haben?
7. Was haben meine Gegner wahrscheinlich?
Wo stehst Du relativ zu Deinen Gegnern? Das ist oft schwierig zu sagen, denn es erfordert, dass Du eine Menge Informationen kombinieren musst. Aber Du musst Deine Gegner wenigsten auf eine Bandbreite von Händen setzen können. Nutze ihre Setzgewohnheiten, Deine Einordnung der Spieler in Spieler-Kategorien und ein grundlegendes Verständnis, wie Tells Dir helfen können. Und betrachte Deine Hand immer im Zusammenhang mit der Hand, die Dein Gegner haben könnte.
8. Was ist die Chance, dass ich und mein Gegner sich verbessern und zu was?
Du musst die grundsätzlichen Wahrscheinlichkeiten auf dem Flop lernen und verstehen. Wenn Du zum Beispiel vier von einer Farbe hast, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass Du den Flush triffst? Wisse auch, wie es für ein Paar, für zweei Paar usw. aussieht. Es ist nicht schwer, das zu lernen. Und Du musst das lernen. Es wichtig dafür, ein grundlegendes Verständnis dafür zu entwickeln, wie wahrscheinlich Du gewinnen wirst und wie wahrscheinlich Dein Gegner mitgeht.
9. Was soll mein Gegner tun?
Manchmal willst Du Deinen Gegner dazu beeinflussen, zu folden. Manchaml möchtest Du, dass er callt. Manchmal möchtest Du, dass er einen großen Einsatz callt oder foldet. Du musst das herausfinden, darauf basierend, was Du denkst, dass Dein Gegner haben könnte. Und basierend drauf, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Dein Gegner sich verbessert und Dich schlägt.
10. Wieviel sollte ich setzen?
Welche Setzgröße wird das erreichen, was Du willst? Wenn Du eine Bandbreite von Händen festgelegt hast, die Dein Gegner wahrscheinlich haben könnte, musst Du darüber nachdenken, wie Du gegen ihn vorgehen kannst. Wenn Du denkst, dass Du hinten liegst und das auch so bleiben wird und Dein Gegner setzt, dann musst Du folden. Wenn Du aber glaubst, vorne zu liegen oder glaubst Deine Gegner aus der Hand drängen zu können, musst Du überlegen, wieviel Du setzen solltest.
Es gibt sicherlich viele Dinge, die Du am Pokertisch bedenken musst, aber diese Liste sollte Deine Gedanken in die richtigen Bahnen leiten.
Ashley Adams spielt Poker seit 1961, als er es buchstäblich auf dem Schoß seines Opas erlernte. In 1999, als das Foxwoods Casino in Ledyard seinen Pokerraum eröffnete, fing er an, ernsthaft zu spielen. Man sieht ihn dort oft an den $20/40 Stud-Tischen oder an den $2/5 No Limit Hold'em-Tischen.
Ashley hat schon überall auf der Welt Poker gespielt und dabei Geld in CashGames und Turnieren in Ungarn, Australien, England, den Bahamas, Conneticut, Massachusetts, Nevada, California, Washington, British Columbia und in Yukon gewonnen. Er war der produktivste Poker-Artikel-Autor in 2005, 2006 und 2007 und hat auch 2 Bücher verfasst. Sein erstes Buch "Winning at 7-card Stud" ist bei Amazon verfügbar. Sein No-Limit-Buch "Winning Low Limit No Limit Hold'em" gibt es als e-book und ist in Kürze direkt vom Autor verfügbar. Es kostet 10$, bei Interesse: asha34@aol.com
Ashley veranstaltet außerdem Wohltätigkeitsturniere, gibt privaten Pokerunterricht, ist ein regelmäßiger Gast in Radio- und Fernsehsendungen (WBZ-AM, WHDH Channel 7 TV, WGBH-TV, NECN-TV) und wird bald eine eigene Pokersendung im Radio haben.
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