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Pocket Kings: Eine Geschichte von 3 Folds

Das erste Mal, als ich vom ESPN Kommentator Norman Chad einen klugen Spruch über die Pocket Kings eines Spielers gehört habe, fand ich das wirklich witzig. Das nächste Mal fragte ich mich, ob er über mich redete.

Während der Netzwerk-Übertragung der Hauptveranstaltung von 2007, gab es einen Bericht über einen Handverlauf, bei dem ein Spieler vor dem Flop mit zwei Königen all-in ging gegen einen Gegner mit Pocket Jacks. Bevor der Dealer den Flop aufgedeckte, äußerte der Spieler mit den Königen das, was schnell zum Spruch des Tages für einen Spieler wird, der sein Geld durch guten Glauben erhält:

"Komm schon, laß sie noch einmal halten!"

Chad gab, wie es seine Art ist, toternst diese Antwort: "Er hatte noch NIEMALS Pocket Kings gehabt, die gehalten haben?!"

Beide Zitate, wörtlich genommen, waren lustig, und ich lachte laut auf bei Chads witziger Bemerkung. Als ich die selbe Hand eine Woche später im Spiel wiedersah, war es nicht mehr so lustig. Das war, als ich nach einem schlechten Lauf kurz zuvor beim Limit-Hold´em, tatsächlich überzeugt wurde, dass es möglich ist Pocket Kings zu haben, die niemals halten.

Zum Glück warf ich die Könige jedes mal weg, wenn klar war, dass ich geschlagen worden bin, was die Moral dieser Geschichte ist. Viele Danksagungen gehen an Lee Jones, dessen "Winning Low Limit Hold´em" ein großartiger Auffrischer von einigem Basiswissen ist.

Ich wurde stets angetrieben vom Limit Hold´em seit ich Howard Lederers wegweisenden Text über das Spiel im Full Tilt Strategie-Leitfaden gelesen habe, aber ein paar Erinnerungen über die Fundamente von Jones haben mein Spiel ebenso verbessert. Schon so kleine Lektionen, wie sicherzustellen, dass man rausgeht, wenn man hinten liegt, egal wie gemein es zu sein scheint und, dass Geld nicht zu verlieren so viel zählt wie Geld zu gewinnen.

Ich brauchte diese Weisheiten in jener Nacht. Ich nahm entspannt Platz in einem örtlichen Kasino/Kartenraum des Ferienortes und war froh da zu sein, nach einer Nacht als Aushilfe bei einer Spenden-Gala von meinem Arbeitsgeber in einem der Veranstaltungszentren des Ferienortes. Ich hatte eine vom Kasino gewonnene Sportwette im Wert von 100$ in meiner Tasche und 60$ Bargeld in meiner Geldbörse. Perfekt, genau 20 Einsätze für das 4$/8$ Hold´em Spiel, das das größte zu sein schien, welches sie in dieser langen Nacht austeilten.

Ich stieg in das Spiel ein und merkte schnell, dass dies gewöhnlicher Durchschnitt war, alles wurde dort gecallt, eine undisziplinierte Gruppe von low-limit donkeys und ich schwörte mir nicht wie sie zu spielen. Ich sah - und spielte - sehr wenige gute Hände in der ersten Stunde oder so, setzte mich zurück und tastete meine Stellung ab. Ich floppte ein paar große Hände bei multi-way Pots und fügte um die 60$ hinzu, bevor die Könige - und der Ärger - anfingen. Ich hatte schon früher Könige bekommen und weggeworfen nach einem Einsatz und einer Erhöhung bei einem Ass-hoch Flop.

Wir waren für einige Zeit zu sechst, bevor drei neue Spieler Platz nahmen; ein um die 21 Jahre altes Kind mit einem Bürstenhaarschnitt und einem T-shirt, das aussah und spielte, als wäre es sein erstes Mal, während es natürlich so tat als wäre es Experte und praktisch jede Hand erhöhte und wieder erhöhte. Die anderen beiden waren ein Päärchen, das von der selben Gala kam, die ich besucht hatte; gut gekleidet, Anfang 30 und der Kerl, einer von der arroganten adretten Sorte, eingebildet, wie einer, der das Spiel kennt, während seine Begleitung eingestand, dass sie niemals zuvor gespielt hatte. Sie setzte sich gleich hin und bekam eine Hand ausgeteilt, während ihr Freund sie unterrichtete.

Für mich lief es eine lange Zeit so schlecht, dass ich schon kurz davor war mir meinen bescheidenen Gewinn auszahlen zu lassen und Feierabend zu machen, als ich am Button zwei schwarze Könige aufnahm und der junge Punk, der under the gun war, schon erhöht hatte. Er hatte einen der mitging und ich erhöhte nochmal, als ich drankam. Wir beendeten den Pott vorm Flop zu vergrößern, aber ich wußte durch die Art wie dieses Kind spielte und sein albernes Grinsen in seinem Gesicht, dass ich ihn geschlagen hatte, und er mit dem Pott aus keinem anderen Grund mitging, als das es spaßig zu sein schien.

Der Flop war schrecklich für mich - 3-5-6 alles Herz - und der junge Punk schloss am Flop an und wurde durch den, der als erstes mitgegangen war, erhöht. Das war der Moment als die Lektion von Lee Jones ins Spiel kam - vergess die Tatsache, dass keiner von diesen Spielern zu Beginn ein Recht auf den Pot gehabt hatte, das ist an diesem Punkt irrelevant. Das wichtige ist, dass nun nachweislich klar war, dass ich bereits geschlagen war, oder beinahe, und es Zeit war auszusteigen. Der Turn brachte ein weiteres Herz und letzten Endes deckte der junge Punk das Herz-Ass auf (er hatte A-10 off-suit) und der Mitgegangene hatte einen Drilling von Sechsen am Flop und verlor gegen den Flush. Ich stieg zur richtigen Zeit aus.

Man könnte sagen, dass ich dasselbe beim nächsten Mal nicht tat, obwohl es umstritten ist. Zu dieser Zeit limpte die Anfängerin ins Spiel und ihr Freund erhöhte. Ich fand wieder die zwei schwarzen Könige in später Position und erhöhte nochmal. Der Aalglatte beendete die Pottvergrößerung, als ob wir ihm mitgegangen wären, und der Flop 8-2-2 rainbow kam. Die Freundin checkte, der Aalglatte checkte und ich setze. Sie ging mit und der Aalglatte erhöhte. Ich wußte, dass ich immer noch vor ihm lag. Er mußte J-J oder 10-10 haben und denken, dass dies gut sei. Die Freundin? Sie hatte vermutlich Unfug betrieben und wußte es einfach nicht besser. Ich erhöhte nochmal und beide gingen mit.

Die Turn-Karte war eine scheinbar ungefährliche 7. Die Freundin checkte, der Aalglatte setzte und zu diesem Zeitpunkt entschied ich mich nur mitzugehen. Das war als unsere Anfängerin, eine hübsche Blondine, die nun ihr Chardonnay-Glas auf einen Kaffee-Tisch abstellte, so dass sie das erste Mal wirklich Aufmerksamkeit schenken konnte, dem Dealer die qualvollste Frage stellte, die ich jemals an einem Poker-Tisch gehört hatte.

"Bin ich berechtigt zu erhöhen?" erkundigte sie sich höflich.

Erhöhen?! Es machte mich ärgerlich, nicht weil sie die Antwort nicht kannte, aber weil ich die Antwort wußte und was es bedeutete. Es konnte nicht noch schlimmer werden. Da wußte ich, dass die Freundin mich geschlagen hatte, aber aus irgendeinem Grund am Turn nur mitgegangen war und ich sah wie eine 3 am River kam. Dieses Mal setzte die Freundin und der Aalglatte erhöhte! OK, meine Pocket Kings hatten mich offiziell genug für eine Hand und eine Nacht gegen die Seile geknüppelt. Obwohl meine Hand magnetisch zum Muck gezogen wurde, konnte mein Gemüt sie nur schwer gehen lassen.

Aber nach einem gedanklichen Tauziehen, gingen sie das dritte Mal dorthin, diesmal mit der Bildseite nach oben, was etwas ist, was ich nur selten mache. Aber es war eine Art Genugtuung, um zu zeigen, was ich weggeschmissen hatte. Die Freundin ging die Erhöhung des Aalglatten nur mit, was auf ihre Unerfahrenheit zurückzuführen war - sie konnte nur durch einen Vierling Zweier geschlagen werden - und sie drehte 8-8 um, nachdem sie die Achter am Flop voll gemacht hatte. Der Aalglatte drehte 3-3 um und machte die Dreien am River voll. Es sollte notiert werden, dass er mich vorm Flop nochmal erhöht hatte und am Flop ein sehr schwaches Bild abgegeben hatte, aber wenig bekannt gewesen war, dass die Freundin es war, über die ich mir wirklich hätte Sorgen machen sollen.

Mit meinen nahezu verschwundenen Finanzen der Nacht und meinem ernstlich beschädigten Glauben an einen Poker-Gott, verschwand ich beinahe bevor ich realisierte, dass ich im Big Blind war und mir etwa 20$ blieben. Alle schmissen weg nach einer Erhöhung in früher Position und ich schaute runter auf 6-8 in Pik. Der Erhöher war tight, also glaubte ich, dass meine Hand gut spielbar gegen sein Gebot sein würde und ging mit.

Der Flop K-J-5 kam mit zwei Pik und ich checkte. Ich verlor den Mut zum check-raise an dieser Stelle, da ich erstens arm an Chips war und zweitens mir irgendetwas sagte, dass er was hatte. Der Turn war eine 4 nicht in Pik, die mir zu meinem Flush-Draw einen Gutshot brachte. Wieder check-callte ich in der Hoffnung auf das Beste am River. Als eine Niete kam, wollte ich check-folden und dachte, dass die 8$, die ich sicher hatte, mir einen Cocktail finanzieren würden, um mir zu helfen, die Erinnerungen vom schlechtesten Lauf mit Pocket Kings in der Geschichte des Poker wegzuspülen.

Aber bevor ich verschwinden konnte, drehte der Erhöher, dem ich nun den Rest von meinen Chips spendete, seine Hand um. Als eine Gefälligkeit nehm ich an. Natürlich zeigte er Pocket Kings und, obwohl er keine Ahnung hatte, wie viele Outs ich gegen sie gehabt habe, war es nachweislich sicher, dass sie fähig sind zu halten.

Einmal jedenfalls.

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