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Buchbesprechung: “Full Tilt Poker Strategy Guide”

Gerade als es schien, dass gute Poker-Ratgeber anfingen, langweilig zu werden, macht sie Team Full Tilt mit einem dynamischen Schlag wieder spannend.

Der brandneue “Full Tilt Poker Strategy Guide” könnte auch mit “Super System 3” betitelt werden, da das Buch Ratschläge von einem all-star Ensemble von Spielern bringt, auf die Du wahrscheinlich gewartet hast, oder zumindest gewartet haben solltest. Die Gruppe konkurriert und übertrifft wohl die Mannschaft, die Doyle Brunson für seine klassische "Super System" Reihe zusammengestellte.

Während das ursprüngliche "Super System" revolutionär und seine Fortsetzung eine solide zeitgemäße Aktualisierung war, werden Sie keine nützlicheren Poker-Informationen für Ihren Buchkauf-Dollar finden, als mit der Full Tilt Besetzung, zusammengestellt von Redakteur/Schriftsteller Michael Craig, der auch das populäre Buch "Der Professor, der Bankier und der Selbstmordkönig" verfasste.

Wenn Du denkst, dass Du so ziemlich jedes Stück Poker-Rat, verfügbar in verschiedenen Formen und Wörtern von unzähligen Titeln und Autoren, bereits gelesen hast, dann musst Du wohl neu denken. Buchstäblich! Das ist es, was Du tun wirst, wenn Du die unbezahlbaren Kapitel von Howard Lederer, Chris Ferguson, Andy Bloch, Ted Forrest und anderen absorbierst.

Wenn Du die Kapitel von Lederer über die Konzepte von Leverage und Limit Hold'em liest, wirst Du ein besserer Spieler werden. Punkt. Das literarische Debüt des Pokerprofessors war wahrscheinlich längst überfällig und es enttäuscht nicht. Wenn Du jemals eine Poker-Sendung beobachtet hast, in der er der Farbanalytiker war, begreifst Du wahrscheinlich, dass Lederer ein angeborenes Geschick hat, um das Spiel auf einem Gehirnniveau zu verstehen, das unter Fachleuten unvergleichlich sein könnte. Seine Schriftstellerei ist ebenso zwingend.

Nimm sein Kapitel über Leverage, das im Wesentlichen das Konzept allmählich zunehmender Einsätze vom Flop bis zum River aufzeigt, das exponential den Mut Deines Gegners herausfordert, in der Hand zu bleiben. Er erklärt präzise den Wert und die Wichtigkeit, diese Technik zu verstehen, wie man sie durchführt und sich dagegen verteidigt, und es in alle Aspekte Deines Spiels vereinigt.

Der wertvolle Rat endet mit einem noch mehr verblüffenden Ergebnis. Lederer schreibt, "Zwischen Spielern, die wissen, wie man den Leverage verwendet, spielst Du den Feigling (das Huhn). Du und Dein erfahrener Gegner gehen aufeinander zu und der Verlierer kann derjenige sein, der sich zuerst wegdreht. Aber Du musst es mit der niedriger Geschwindigkeit tun."

Also, wo hast Du das schon vorher gehört? Du hast es nicht. Du kennst auch nicht das Genie hinter der kunstreichen Poker-Persönlichkeit, geschaffen von Chris "Jesus Ferguson", dessen Ergebnisse und farbenprächtiger Aufmachung dazu tendiert, für ihn lauter und öfter zu sprechen, als er es selbst tut. Aber wenn er wirklich spricht, solltest Du zuhören. Sein Kapitel über das postflop-Spiel ist bei weitem der beste Text, der jemals über dieses Thema verfasst wurde, da er Leser durch eine Vielzahl von Flops für eine besondere Starthand führt und das Spiel erklärt, das er wahrscheinlich in jeder Situation machen würde. Das ist Weltklasse-Material.

Was gibt es noch. Die Hauptstärke des Full Tilt Buches besteht darin, obwohl es eine gemeinschaftliche Anstrengung präsentiert, dass es jeden individuellen Autor an der Empfehlung, die am besten für ihn funktioniert, teilhaben lässt. Deshalb findest Du manchmal widerstreitende Ratschläge auf den verschiedenen Seiten. Der Zweck besteht jedoch darin, Dir alles einsaugen und entscheiden zu lassen, was am besten für Deinen Stil geeignet ist.

Zusätzlich zu den „must-read“ Kapiteln von Lederer und Ferguson, bietet das Buch andere kostbare Kapitel. So wie eines das von Andy Bloch, dem MIT-gebildeten Zauberer des Black Jack, verfasst wurde. Er erklärt geschickt eine mehrfach angepasste Analyse der mathematischen Spielkonzepte. Gavin Smith, der versucht, Dir die Weisheit und den Nutzen seines maniacal (wahnsinnigen) Spieles zu lehren. Der bekannte Poker-Autor Phil Gordon bietet eine ausgezeichnete Lektion zum Short-Stack Spiel. Ted Forrest, dessen gut dokumentierter unorthodoxer Stil dazu Anlass gab, um das Kapitel, das er verfasste, mit der Überschrift "(Don´t) play like Ted Forrest" zu versehen.

Angenehme Überraschungen schließen ein kluges und informatives Stück von Rafe Furst über die Psychologie des Spiels ein. Eine genau ins Ziel treffende Analyse über Online-Pokerspieler und ihren Neigungen von Richard Brodie, einem Poker begeisterten Computerfreak von Microsoft.

Aber alles zusätzlich zu den Kapiteln von Lederer und Ferguson ist gleichbedeutend mit einer freien Zugabe, zu Deinem Buy-In. Und wenn Du ein ernstzunehmender Spieler bist, oder danach trachtest einer zu werden, bietet Dir der Full Tilt Poker Strategie Führer Chips der Weisheit an, so dass es eine Dummheit wäre, darauf zu verzichten.

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