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Sieben Erfolgreiche Poker Tipps & Strategien für Big-Bet Cash Games

Durch die Popularität von No-Limit Turnieren entdecken viele Spiele den Reiz von sog. Big Bet Poker. Dies leitet viele zu No-Limit und Pot-Limit Spielen. In Online Casinos flourieren Spiele auf allen Einsätzen -- angefangen von $50 Buy-In Micro-Limit Tischen zu den massiven $5000 Spielen auf UltimateBet.

Viele jedoch kommen von Limit-Hold'Em oder Turnieren zu Big Bet Poker und machen Fehler mangels Erfahrung. Beim Big-Bet Poker kann ein einzelner Fehler den gesamten Table-Stack kosten. (Auch wenn man perfekt spielt, so kann man in schlechten Fällen seinen Stack loswerden.) Wenn du allerdings gut spielst, so wirst du Big-Bet-Poker sicher bald spannend und profitabel finden. Diese sieben Tipps sollten dir dabei helfen, Big Bet Games zu lernen.

Tipp 1: Die Bets müssen dem Pot angemessen sein

Bei Pot- und No-Limit versucht man ständig, seine Gegner dazu zu bringen, große mathematische Fehler zu begehen. Hier ein klassisches Beispiel: Wir halten A-J und das Board besteht aus As-Jd-4s. Wenn wir nun setzen und jemand callt, so besteht eine gute Chance, dass der Gegner 2 Pik hält und auf den Flush drawt. Wenn die Turn-Karte nun kein Pik ist, wollen wir vermeiden, dass der Gegner Odds zum callen bekommt. Wenn z.B. $100 im Pot sind, wäre eine Bet von $25 fürchterlich.Damit würden wir unserem Gegner 1:5 ot Odds geben ($25 zu $125) während er nur 1 zu 4 Underdog ist. Jeder dieser Calls wäre berechtigt. Wenn man an dieser Stelle die Größe des Pots setzt, so bekommt der Gegner nur 1:2 Odds.

Beim Big-Bet Poker machen viele gute Spieler oft Bets in der Größe des Pots. Natürlich wollen wir dies nicht immer tun -- Es gibt auch Gelegenheiten, um starke Hände slow zu spielen oder sog. "Feeler" Bets zu machen, um einen Eindruck zu bekommen, was der Gegner halten könnte -- dennoch ist es meistens ein Fehler, die Bet weiter unterm Pot anzusetzen. Damit gibt man Gegnern mit schwachen Draws die Chance, die nächste Karte zu sehen, ohne einen Fehler zu machen.

Tipp 2: Schütze Qualitäts-Hände Pre-Flop

Nehmen wir an, wir spielen No Limit $1-$2 mit Stacks von $200. Wir halten Pre-Flop QQ in Middle-Position. Zwei Spieler haben vor uns gelimpt. Was tun wir nun? Natürlich wollen wir raisen, um unsere Stärke zu zeigen und schwache Hände zu vertreiben. Doch wie groß sollen wir den Raise ansetzen? Wenn wir nur das Minimum raisen, so kann man fast davon ausgehen, dass die beiden Blinds und die beiden Early-Position-Caller erneut callen. Wir müssten unsere Queens gegen 4 Gegner spielen -- das ist alles andere als gut. An dieser Stelle machen wir schon Pre-Flop eine Pot-Size-Bet.

Um die genaue Größe des Pots zu berechnen, addiere die Blinds und alle Caller und zähle nocheinmal den Betrag hinzu, den du zahlen würdest, wenn du callst. Um den errechneten Betrag musst man anschliessend raisen. In dem oberen Fall also folgendes: Small Blind ($1), Big Blind ($2), zwei Early-Position Callers ($4) und dein Call ($2) wären 9$ im Pot. Wir raisen also um 9$, d.h. auf 11$.

Mit einer Bet wie dieser werden einige Spieler folden. Eventuell gewinnst du die Hand schon direkt hier. Dies ist bei weitem besser, als den Blind ein beliebiges Two-Pair zu floppen, was dich ein halbes Vermögen kosten würde. (Wie Mama immer gesagt hat: Lieber einen kleinen Pot gewinnen, als einen großen zu verlieren.)

Man muss gute Hände Pre-Flop schützen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man weitersetzen muss, wenn der Flop ein Disaster ist. Wenn man z.B. QQ hält und einen Flop von A-K-x sieht, zusätzlich noch mit einer Bet oder einem Raise konfrontiert wird, so muss man natürlich folden.

Tipp 3: Achte auf Position (beide Sorten)
Wenn du schon einmal Hold'Em gespielt hast, so kennst du die Macht der Position. Je später man Pre-Flop dran ist, desto liberaler können die Start-Hände sein. So soltle man eine Hand wie A-9 suited oder J-T suited in Early-Position folden. Wenn man allerdings last-to-act (auf dem Button) ist, so kann man so eine Hand manchmal sogar raisen.

Im Big Bet Poker muss man ähnliche Überlegungen in Bezug auf seine Position relativ zum Button machen. Außerdem sollte man auf seine Position relativ zu einem Pre-Flop-Aggressor achten. Am einfachsten lässt es sich an einem Beispiel erklären:

Angenommen, wir halten Jh-Th in Late-Position. Dies ist eine schöne Drawing-Hand -- eine, mit der wir uns gerne den Flop anschauen würden. Bevor wir dran sind, haben 2 Early-Position-Spieler gecallt und der Spieler rechts neben uns hat auf Pot-Size geraist. Was tun wir nun? Es ist verleitend, zu callen und auf einen Flush-Draw oder einen Straight-Draw zu hoffen. In Limit-Poker wäre dies auch kein Problem. Aber stellen wir uns vor, wie verheerend dies im Big Bet Poker sein kann:

Wenn wir dieses Raise nun callen und die beiden Early-Position-Spieler auch callen, haben wir ein Problem. Angenommen, der Flop kommt mit 8-9-4, was den Nut-Straight-Draw für uns bedeutet. Beide Early-Position-Spieler checken zum Pre-Flop-Aggressor, welcher Pot-Size bettet. Nun müssen wir callen, ohne zu wissen, was die anderen hinter uns tun. Sollte einer der Early-Position-Caller ein Set getroffen haben, so wird hinter uns ein hoher Raise kommen, evtl sogar All-In. Das ist nicht witzig. Es ist sehr schwer, aus dieser Position eine Drawing-Hand zu spielen.

Wenn man allerdings mit Jh-Th Pre-Flop nur callt und unser linker Nachbar raist, so haben wir eine klasse Ausgangs-Position. Vorallem, wenn andere Spieler callen.

Tipp 4: Bete für ein Set

In No-Limit Tournaments, wo man eine festgelegte Anzahl von Chips hat, sind niedrige und mittlere Paare keine wertvollen Start-Hände. Grundsätzlich versucht man in Turnieren die Gegner mit hohen Paaren wie A-K fertig zu machen. Wenn Chips nur begrenzt verfügbar sind, sollte man eine Hand nicht als kleiner Favorit oder großer Underdog beginnen.

Beim Big-Bet Poker sehen die Spieler die mittleren Pocket Pairs mit Freude. Dies sind nämlich die Hände, die richtig Geld bringen. Ein gängies Szenario ist folgendes: Wir limpen mit 7-7.Ein Spieler in späterer Position machte ein Pot-Size-Raise mit A-K. Alle folden zu uns hin und wir callen. Der Flop kommt A-7-2, rainbow. Der Spieler mit A-K fühlt sich nun natürlich stark. Er floppt Top-Pair, Top-Kicker. zusätzlich liegen keine Straight- oder Flush-Draws auf dem Board. Wir checken zu Ihm hin und er setzt Potsize. Nun haben wir mehrere Optionen -- ein einfaches Call oder ein Raise -- Wir wählen den Weg, der unserer Meinung nach am meisten Geld in den Pot bringt. Wir haben unseren Gegner am Haken und wollen seinen kompletten Stack nehmen.

Allerdings sollte man immer die Odds im Hinterkopf behalten, wenn man ein kleines Pocket Pair spielt. Wir sind 7.5:1 Underdog. Wir müssen also sicherstellen, dass die Implied Odds mindestens genauso groß sind. Wenn wir zum Beispiel 6-6 Pre-Flop halten und ein Pre-Flop-Aggressor auf $15 raist, der nur noch $60 übrig hat, so müssen wir folden. Wir können in diesem Fall nicht genug gewinnen, um die Spielweise zu rechtfertigen.

Tipp 5: Fürchte das Set!
Sets sind sehr tückisch, weil sie so schlecht zu erkennen sind. Wenn man mit Top-Pair am Tisch sitzt, wer achtet schon auf die unschuldig-wirkende 6 in der Mitte des Tisches?

Du solltest immer bedenken, dass jemand ein Set halten könnte. Wenn ein zaghafter Spieler dich am Flop raist, obwohl er Pre-Flop keine Stärke gezeigt hat, so kann er eventuell ein Set haben. Man muss einen Sinn für die Bet-Muster der Gegner entwickeln. Wenn ein notorischer Big-Better aufeinmal nur eine kleine Bet macht, so sollte man die Möglichkeit eines Sets im Hinterkopf behalten.

(Eine Anmerkung zu Set-Over-Set: Wenn du ein Set floppst und dein Gegner ein höheres, so wirst du mit ziemlicher Sicherheit deinen Stack verlieren. Ärgere dich nicht. Auf lange Sicht profitiert jeder von so einer Situation gleichstark.)

Tipp 6: Manchmal muss man Asse folden; Häufiger muss man Könige folden.

Missversteh' uns nicht: Zwei Asse sind eine wunderbare Hand -- die Beste, die du kriegen kannst. Es ist ein klarer Favorit gegen jede andere Start-Hand. Spiele sie stark. Und behalte immer in Hinterkopf, dass unser Ziel im No-Limit oder Pot-Limit Poker ist, die Asse Heads-Up zu spielen. Desweiten wollen wir Pre-Flop so viel Geld in den Pot bekommen wie nur möglich. Wenn es möglich ist, den gesamten Stack zu setzen und jemand callt, umso besser.

Wenn man Pre-Flop extreme Stärke zeigt (besonders, wenn du in der Position gewesen bist, zu re-raisen), rechnen einige Spieler mit einem Overpair. Dies gibt Ihnen eine Möglichkeit. Wenn Sie den Flop treffen, gibt es eine gewisse Chance, dass sie dich busten. Wenn Sie die nächste Karte verfehlen, können Sie ohne Probleme günstig aussteigen.

Angenommen, wir halten A-A und der Flop ist 9-9-7. Wir betten und werden direkt All-In gesetzt. nun haben wir eine schwierige Entscheidung vor uns -- eine Entscheidung, wo es sehr hilfreich sein kann, den Gegner zu kennen. Ist es der Typ Spieler, der hier raist, um mich mit der besten Hand zu vertreiben? Oder ist er zu zaghaft, diesen Move zu machen, wenn er nicht gerade Trips hat?

Wenn das Board einfarbig oder connected ist (z.B. 8c-Tc-Jc-7s), musst du ernsthaft darüber nachdenken, die Hand aufzugeben, wenn die anderen Spieler Action zeigen.

Könige sind noch schwieriger zu spielen. Wenn dir ein anderer Spieler Pre-Flop die Möglichkeit gibt, All-In zu gehen, solltest du dich fragen, ob er evtl. Asse hält. In wenigen -- SEHR WENIGEN -- Fällen, kann es angemessen sein, Könige vor dem Flop wegzuwerfen. Wenn man das tut, sollte man exzellente Reads auf seinen Gegner besitzen.

Das Ärgerliche an K-K ist, dass in 23% der Fälle ein Ass auf dem Flop erscheint. Das macht sehr, sehr wenig Spass. Meistens muss man hier folden (hängt von derBetfrequenz und der Aggressivität des Gegners ab). Dies bedeutet natürlich nicht, dass man K-K automatisch weglegen sollte, wenn man ein Ass im Flop sieht. Angenommen, du befindest dich im Early-Position und machst Pre-Flop ein Pot-Size-Raise. der flop kommt A - 9 - x. Meist bettet man und möchte A-K repräsentieren. Solltest du Position haben und dein Gegner checkt zu dir, musst du ebenfalls betten. Solltest du an dieser Stelle gecheck-raist werden, so kann man sich guten Gewissens von der Hand trennen.

Tipp 7: Vorsicht vor den eigenen Implied Odds und denen des Gegners

Im Big-Bet Poker geht es größtenteils um Implied Odds. Gewöhnlich kümmert man sich nicht so stark um die Pot Odds eines bestimmten Calls. Man denkt daran, wie gut man ausbezahlt wird, wenn man seine Karte trifft. Sets sind ein wunderbares Beispiel: Wir sind ein großer Underdog, wenn wir Pre-Flop Callen, die Auszahlung ist jedoch noch größer (weit über den Odds von 7,5:1).

Aus diesem Grund können einige Draws sehr, sehr effektiv sein. Angenommen, wir halten 9d-7d und der Flop ist 8-T-5. Der Gegner bettet und wir callen. Wenn nun die 6 auf dem Turn kommt, so wird der Gegner wohl kaum vermuten, dass unsere Straight angekommen ist. Wir werden viel Geld machen.

Andererseits, wenn wir die gleiche Hand (9d-7d) halten und der Flop Ad-2d-4c ist, kann es sein, dass unser Draw nicht ausgezahlt wird. Beispielsweise Setzt der Gegner und wir callen. Ist der Turn nun Caro, wäre ein Savvy-Gegner sofort alarmiert.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf muss man davon ausgehen, dass seine Gegner ihre Implied-Odds ebenfalls kennen und zu schätzen wissen. Zahle keine großen Draws aus, wenn sie kommen.

Dies sind nur ein paar wenige Tipps, welche dir bei deinen Big-Bet Poker Spielen helfen sollten. Wenn du von Limit Poker auf Big-Bet Poker wechselst, kann es sein,d ass es dir mehr Spass macht. Wenn du zusätzlich noch die nötigen Fertigkeiten mitbringst, kann es ebenso profitabel sein.

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