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Verbessere Dein Verhalten beim Poker: Bleib cool

Das haben wir alle schon erlebt. Der Zorn schnürt uns die Kehle zu und in unserer Brust wird es eng, wenn wir feststellen, dass unsere Pocket Asse von einer schlechten Hand, wie etwa 2-3 offsuit, geschlagen wurden. Gedanken rasen durch unseren Kopf und der Frust wächst. "Wie konnte der Typ meine Erhöhung vor dem Flop callen und dann auch noch 2 Paar treffen?" Während Du die Hand erneut vor Deinem inneren Auge abspielen lässt, kannst Du nur verblüfft den Kopf schütteln. Dein Herz und Dein Verstand sind durch die Wut, den Zorn, den Ekel und totalem Unglauben absolut verwirrt.

Das Bild des klassischen "Poker Face" lässt uns glauben, dass Poker am Besten in einem emotionalen Vakuum gespielt wird. Wir sollten stoisch, unerschütterlich und kalt sein. Wir sehen oft Spieler, die ihr Gesicht mit Baseball-Caps, Sonnenbrillen und ihren Händen verbergen. Sie reden so gut wie nie, und wenn, dann nur um einen Call oder Raise anzusagen. Sie feiern keine gewonnenen Hände und schmollen nicht bei verlorenen. Das heißt aber sicher nicht, dass diese Spieler keine Emotionen haben.

Alle Menschen werden von ihren Emotionen gesteuert. Der Psychologe Alfred Adler hat die Theorie aufgestellt, dass jegliches Verhalten zielbezogen ist. Die Ziele unserer Handlungen lassen sich meist auf physische und emotionale Grundbedürfnisse reduzieren. Wir versuchen einfach, uns so zu verhalten, dass wir uns glücklich, mächtig, selbstsicher und stolz etc. fühlen. Genauso versuchen wir durch unser Verhalten, negativen Emotionen wie Traurigkeit, Frust, Verlegenheit oder psychischem Schmerz zu entgehen. Unsere Rolle am Pokertisch ist nur eine Verlängerung unseres wahren Ichs. Deshalb können wir uns auch nicht von den Gefühlen in unserem Innern lösen. Mit anderen Worten: Unser Ziel sollte es nicht sein, emotionslos zu werden. Das ist einfach nicht möglich. Stattdessen sollten wir versuchen unsere Emotionen zu schärfen und zu verfeinern, damit diese uns am Pokertisch nützlich sein können. Wir sollten uns selbst und unsere Gefühle ständig überprüfen, um zu verhindern, dass uns Gefühle zu schlechtem Spiel verleiten.

Cool zu bleiben heißt nicht, seine Gefühle zu unterdrücken oder zu leugnen. Wenn die 2-3 offsuit deine Asse schlagen und Dir einen guten Teil Deiner Chips nehmen, werden sicherlich Emotionen und Gedanken in Dir aufsteigen. Die Herausforderung ist es dann, diesen Bad Beat als positiven Motivator, als emotionalen und mentalen Test, zu betrachten.

Einer der erfolgreichsten Spieler aller Zeiten, Phil Hellmuth, spielt offensichtlich ohne jemals seine Emotionen zu verbergen. Tatsächlich ist er dafür berühmt, seine Gefühle nach einem Bad Beat auf dramatische Art und Weise zu zeigen. "Ich bin leidenschaftlich, weißt Du? Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch", sagt er, "Ich kann mich zusammenreißen, wenn es sein muss. Ich spiele mit Freude. Ich spiele mit Leidenschaft. Ich liebe das Spiel, weißt du? Es ist nicht nur Arbeit." Sein Verständnis der eigenen Emotionen hat ihm dazu verholfen einer der besten Spieler im Poker zu werden. Er versucht nicht, seine Gefühle zu verleugnen, er versucht nur, sich zu beruhigen und sich wieder zu konzentrieren, nachdem er sie herausgelassen hat.

Wenn Du merkst, dass die Emotionen in Dir auflodern, während Du pokerst, nutze eine kleine Gedankenstütze um Dich an die wichtigen Dinge zu erinnern. Ich empfehle Spielern z.B. ihren Card Guard als solch eine Stütze. Jedes Mal, wenn sie diesen auf ihre Chips legen, sollten sie sich einen Moment nehmen, um alle negativen Gefühle und Gedanken "auszuatmen". Wenn Du Dir das angewöhnst, werden sich schnell Erfolge einstellen. Außerdem solltest Du jedes Mal, wenn der Dealerbutton bei Dir ist, Deine Emotionen der letzten Runde betrachten und beurteilen. Das wird Dir helfen zu wissen, wann Dein Spiel schlechter wird und Du eine Pause brauchst. Wenn Du auf Tilt bist, nutze Deinen Verstand um Deinen Gefühle rational Contra zu geben. Steh vom Tisch auf und geh ein Ründchen. Stell Dir dabei vor, wieder erfolgreich zu pokern. Erinnere Dich daran, dass Du ein erfolgreicher und anspruchsvoller Spieler bist. Fordere Größe von Dir selbst ein, auch dann, wenn Pech und Bad Beats Deine Bemühungen untergraben. Am wichtigsten ist es, Deine Wut in Entschlossenheit umzuwandeln und deine Frustration in Motivation, dann wirst Du zum Erfolg beim Poker zurückfinden. Lauf nicht vor Deinen Emotionen weg, kontrolliere sie!

Der Author, John, ist nicht nur ein Poker-Liebhaber, sondern vor allem auch ein zertifizierter Berater für Psychologie (National Certified Counselor). Er hat einen Master-Abschluss in psychologischer Beratung an der West Virginia University, und einen Bachelor in Psychologie mit Nebenfach Soziologie an der Lock Haven University. Wenn Du mehr über die Psychologie des Pokerns herausfinden möchtest, nimm Kontakt mit dem "Poker Counselor" auf (carlisle14@hotmail.com) oder im Poker-Psychologie-Forum auf www.pokerstrategyforum.com.

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